19.12.2008
1.3 Das Alte Testament
1.3.1 Die Bibel - ein Bestseller
Die Bibel steht wohl auf den Literatur-Charts der Welt ewig an Stelle 1 - meist gelesen und meist verkauft.
Schön, wenn sich die Religion wenigstens dazu eignet, damit Geschäfte zu machen.
Doch in welcher Kategorie ist dieser "Bestseller" einzuordnen?
Fachbuch, Legende, Märchen, Kriminalroman oder Geschichtsbuch?
Nun, sie hat wohl von allen Richtungen etwas abbekommen.
Reissen wir nun aus diesem mehr als tausend Seiten umfassenden Werk die hauchdünnen Seiten heraus, die nach unserem heutigen gesunden Menschenverstand und dem Stand der Wissenschaft absoluter Humbug sind, dann bleibt nicht mehr übrig, als bei einem Jerry-Cotton-Roman.
1.3.2 Erschaffung der Welt
Lange habe ich mir überlegt, ob ich über so einen hirnverbrannten Unsinn überhaupt ein Wort verlieren sollte.
Doch wenn man in unserer aufgeklärten Neuzeit aus der Bibel ein "glaubwürdiges und vertrauenswürdiges" Werk schaffen will, dann gehören diese Seiten wohl als erste zu denen, die aus dem Buch entfernt werden müssten.
Ein Bestseller, der zum Teil aus Märchen, Fabeln, Gleichnissen, Science-Fiction, Halbwahrheiten und echten historischen Ereignissen zusammengeschustert ist, ist mir echt zu wider.
Machen wir halt ein paar Bücher der verschiedenen Genres daraus und jeder soll das Werk lesen, das ihn am meisten anspricht.
Das wäre doch eine Idee, oder?
Wenn ich einen Fachbericht über Astronomie lese möchte ich dabei auch keine Querverweise zu Kapiteln in Perry-Rhodan-Romanen finden Jedes zu seiner Zeit und nach Geschmack des Lesers.
Doch ich schweife wieder einmal vom Thema ab.
Nun gut, Gott, der kosmische Baumeister erschuf unsere Welt in "nur" 6 Tagen. Am siebten Tag nahm er den gewerkschaftlich angeordneten freien Tag.
Gönne ich ihm ja, doch was machte er am Montag darauf, dem ersten Arbeitstag der neuen Woche?
Hat sich darüber eigentlich schon jemand Gedanken gemacht?
Erschuf er da wieder eine neue Welt? Ging er in Rente - nach einer Arbeitswoche? Oder kümmerte er sich fortan darum, dass auf der von ihm geschaffenen Welt alles in geregelten Bahnen verlief?
Alle drei Varianten kaum vorstellbar und die letztere sogar erwiesenermaßen nicht gegeben.
Schauen wir uns die erste Variante an - er erschafft jede Woche eine neue Welt auf einem anderen Planeten in einem anderen Sonnensystem - und das seit Milliarden von Jahren.
Wie behält er dabei den Überblick, wo er wann etwas geschaffen hat?
Nun gut, Gott ist uns eben technisch etwas voraus und besitzt einen leistungsstarken Computer mit einer riesigen Datenbank, vermuten wir einmal.
Doch wie will er das alles auch noch unisolo verwalten und Gebete anhören? Hat er für jeden geschaffenen Planeten einen Engel eingesetzt als Gebietsverwalter?
Vor allen Dingen muß er ein sehr gutes "Transportmittel" besitzen, wenn er von Woche zu Woche quer durch das Universum reist um seine Wanderbaustellen zu erreichen.
Zweite Variante - ER ging nach einer Arbeitswoche in Rente.
Schön, machen unsere Politiker ja teilweise auch, wenn sie erfolglos waren. Doch beten wir diese danach noch an und erhoffen uns gar noch etwas von denen, gar deren Segen für nichtgenehmigte Projekte?
Jeder Rentner sollte in Ruhe seinen Lebensabend geniessen können, ohne dass man ihn mit sinnlosen Gebeten oder Anträgen belästigt und warum sollte man einen Rentner anbeten, von dem sowieso keine Leistungen mehr zu erhoffen sind?
Wie weltfremd müssen dann aber unsere Wissenschaftler sein, die Jahre lang studiert und jahrzehnte lang geforscht haben um zu der Erkenntniss zu kommen, dass unsere Welt SO nicht entstanden sein kann.
Das Einzige, bei dem sie mit den "Religionswissenschaftlern" übereinstimmen können ist der Spruch "Aus Staub ist es entstanden und zu Staub wird es wieder werden".
Glauben unsere Wissenschaftler an "Gott"?
Dann haben sie aber ein Problem damit, ihre Theorie mit der Bibel in Einklang zu bringen.
Milliarden an Jahren dauerte es, bis sich kosmischer Staub derart verdichtet hatte, dass daraus ein Sonnensystem entstehten konnte. Weitere Milliarden Jahre, vorausgesetzt die Grundbedingungen stimmen, dauert es bis sich auf einem Planeten Leben entwickelt.
Oder muß man nun die Bibeltexte als "Gleichnis" sehen, wie es die Religionsoberhäupter gerne hätten?
Dann müssten wir einen Tag aus der Bibel einer Milliarde Jahre in der Realität gleichsetzen. Dann würde schon eher ein Schuh daraus, doch warum sagt man uns das nicht, warum sollen wir immer "zwischen" den Zeilen lesen?
Hält man uns für "blöd", will man unsere Interpretationsfähigkeiten testen oder was soll das Ganze?
Nur, wer zwischen den Zeilen lesen kann ist ein wahrer Gläubiger.
Damit kommen wir auch schon in die zweite Erklärungsnot, die dieses Mal eher unsere Wissentschaftler betreffen:
Das Leben ist aus den Ozeanen entstanden, die der Ursuppe folgten. Nur, aus was? Ja, aus Aminosäuren, aus denen die Einzeller entstanden.
Sehr wahrscheinlich wurden diese Urbausteine des Lebens aus der damaligen Situation heraus geboren: Ein gewisses Quantum an Druck, die nötige Hitze, ein Katalysator und schon entstand eine chemische Reaktion, die zur Entstehung von Aminosäuren führte.
Ein chemischer Vorgang, der heute gang und gebe ist und zu den unglaublichsten Ergebnissen führt.
Mit und von dieser Chemie leben wir noch heute und vor allen Dingen von ihr. Ohne die Chemie lebten wir heute noch in der Steinzeit. WIR sind heute "Gott" und erschaffen ständig neue Dinge, die uns das Leben erleichtern.
"Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott"
Auf diese Lebensweisheit können wir doch gerne verzichten, oder? Sie besagt nicht mehr und nicht weniger, als dass jeder Mensch für sein Schicksal und seinen kurzen Aufenthalt in dieser Welt selbst verantwortlich ist und das es da niemanden gibt, der ihm seine Entscheidungen abnimmt oder ihm zur Seite steht.
Wenn wir auf diese Lebensweisheit verzichten können, auf was können wir dann noch verzichten? Die Beantwortung dieser Frage überlasse ich ihnen, werte Leser.
Aus Nichts kommt nichts? Damit wären wir wieder beim Thema "Urknall" und hätten die beiden Themengebiete dieses Blogs wieder vereint.
Selbst die Wissenschaftler sind sich nicht einig, ob das Leben, wie wir es kennen auf diesem Planeten entstanden ist, oder ob die Bausteine des Lebens innerhalb eines Meteoriten auf unsere Welt gelangt sind.
Ich bevorzuge die erste Variante - die damaligen chemikalischen Verhältnisse. Wenn aus Russ (Kohlenstoff) Diamanten entstehen können, warum sollen ähnliche Aktivitäten nicht zur Entstehung von Aminosäuren geführt haben?
Die Wissenschaftler, welche die Theorie des Meteoriteneinschlags mit den notwendigen Bestandteilen des Lebens auf unserem Planeten bevorzugen, geraten ja schon wieder in Erklärungsnot:
Dies würde nämlich bedeuten, dass der oder die Meteoriten von einem Planeten abgespalten wurden, auf dem schon Leben existent war, wenn auch nur in Urform.
Kleine, grüne Männchen
Es wäre durchaus denkbar, dass vor einigen Milliarden Jahren auf dem Mars Leben existierte, denn damals mußte die Sonne angesichts ihrer unverbrauchten Energien noch für genügend Wärme gesorgt haben.
Ein Splitter, bedingt durch einen weiteren Meteoriteneinschlag, hat diesen Lebensvirus dann auf die Erde übertragen?
Wenig glaubhaft!
Ein Meteor aus einem anderen Sonnensystem, dass viele Lichtjahre von uns entfernt ist?
Noch viel unglaubhafter.
Bleibt nur die Theorie, dass sich das Leben auf unserem Planeten auf Grund chemischer und physikalischer Verhältnisse von selbst entwickelt hat, vielleicht und äußerst wahrscheinlich aus Zufall, man weiss es nicht.
Doch wo bleibt die Bibel dabei?
Endlos abgeschlagen auf der Strecke!
1.3.3 Das Paradies
Nun gut, Gott hat die Welt in sechs Tagen erschaffen, dabei blieb leider nicht genügend Zeit, um den ganzen Planeten zu "terratransformieren" deshalb hat er sich dazu entschlossen, auf dem gesamten Planeten nur eine einzige Oase des Lebens zu erschaffen - das Paradies in der Region, in der heute die stinkenden Ölfelder des Kuweits in den Himmel wachsen.
So berichten jedenfalls unsere Wissenschaftler, nachdem sie alte Texte analysierten und aktuelle Satellitenbilder zu Rate zogen. Das Paradies lag zwischen dem Zweistrom-Land Mesopotamien (dem heutigen Irak) und dem Persischen Golf.
Ging halt schneller, entsprach den Vorgaben der kosmischen Gewerkschaften und wurde in den Navigationssystemen anderer galaktischer Völker aufgenommen.
Wie lächerlich müssen sich da die Archäologen vorkommen, die den Ursprung des menschlichen Lebens im tiefsten Afrika entdeckt zu haben glaubten? Nach ihrer Theorie hätte der erste Mensch also eine schwarze Hautfarbe besessen. Nach der Kuweit-Theorie des Paradieses müsste er braun gewesen sein und auf zeitgenössischen Bildern wird der erste Mensch nur blütenweiß dargestellt?
Welcher Theorie folgen Sie? Nun, das liegt wohl daran, wie leicht beinflußbar sie sind und welche Allgemeinbildung sie besitzen. Ich möchte mich darüber nicht weiter auslassen, bevorzuge aber selbst die Geburtsstätte der Menschheit in Afrika.
Kommen wir aber nun wieder zurück zum biblischen Paradies.
Was innerhalb dieser Wüstenoase geschehen sein soll widerspricht jeglichem gesunden Menschenverständnisses unserer Tage:
In dieser Oase gab es zunächst zwei Menschen - einen Mann und eine Frau und eine Schlange .
Ja, Sie haben richtig gelesen - es gab von Anfang an zwei Menschen, was die wenigsten eigentlich wissen, da dies die Bibel und der Katholizismus lieber gerne verschweigen würden.
Ihre Namen waren Adam und Lilith - Nicht Adam und Eva.
Oh, hat es sich Gott einfach gemacht, doch sechs Tage sind ja auch nicht viel...
Doch, hat er in seiner Eile etwa einen Fehler begangen?
Das von ihm geschaffene Weib entpuppte sich mit der Zeit als herrschsüchtige und sexbesessene Furie, die Adam das Leben zur Hölle machte - mitten im Paradies - und ihn nach einiger Zeit aus sexuellem Frust wieder verlies. Sie hat freiwillig von dem Paradies Abschied genommen, um fortan mit Dämonen, die ausserhalb des Paradieses ihr Unwesen trieben herumzuhuren.
Nun war Adam wieder alleine in dieser paradiesischen Welt, zusammen mit der Schlange.
Warum ist Gott aber plötzlich auf den irrwitzigen Gedanken geraten, dass ein Mensch im Paradies zu wenig wäre? Warum hat er diesem danach eine "Rippe" entnommen und einen weiteren zweiten Menschen erschaffen, wieder ein weibliches Wesen?
Hatte das erste dieser Art nicht schon genug Unheil angerichtet?
Die Erschaffung der zweiten Frau Adams aus dessen Rippe sollte fortan die Unterwürfigkeit des Weibes gegenüber dem Manne dokumentieren.
Der Islam hat dies gerne übernommen und praktiziert das heute noch: Die Frau ist nichts wert, nur der Mann ist der Herr aller Dinge und das Licht der Schöpfung.
In der westlichen Welt hat sich ja nun - man kann eigentlich nicht sagen "Gott sei Dank" die Emanzipation durchgesetzt, denn dies widerspricht ja den ehemaligen Absichten des Gottes.
Vielleicht gelangen wir aufgeklärte Menschen ja auch einmal zu der Ansicht, dass nicht nur Männlein und Weiblein gleichzubehandeln sind, sondern alle Menschen dieser Welt, egal, welcher Rasse, Hautfarbe oder Religion sie angehören!??
So, wie ich die Bibel interpretiere, lag es nicht im Interesse dieses Gottes zu Zeiten des Paradieses, dass sich die beiden vermehren sollten, denn jeder Zoo hat seine Aufnahmekapazitäten.
Warum hat er sie dann auf "Vermehrung" programmiert und so unterschiedlich gemacht?
Hätte er einen zweiten "Adam" erschaffen, dann hätte er auch anschließend keine Probleme mit unkontrollierten Vermehrungen gehabt.
Ein Paradies (Oase) rundherum umgeben von unwirtschaftlichem Land, wer will da schon weg?
Zugegeben, nördlich des Paradieses lag das fruchtbare Land zwischen Euphrat und Tigris, dort konnte man sich nach der Vertreibung schon einige Zeit "über Wasser" halten.
Warum mussten Adam und Eva aus diesem Paradies ausziehen und das leere Land rundherum im Schweisse ihres Angesichts urbar machen?
Weil sich Gott in diesem Paradies einen Apfelbaum für seinen persönlichen Genuss vorbehalten hatte und Eva es wagte, ihm einen Apfel zu klauen.
"Verdammt sei die Schlange, die sie dazu verführte und kriechen soll sie auf ewig auf ihrem Bauche".
Toller Spruch, aber das würde ja bedeuten, dass die Schlange erstens Beine besessen hatte, die ihr Gott anschließend wieder abnahm und zweitens, dass diese Schlange der gleichen Sprache mächtig war, die die beiden einzigen Bewohner des Paradieses auch gesprochen hatten.
Ganz toll der Gedanke, dass eine Schlange mit ihren Zischlauten einen Menschen beeinflussen könnte, außer ihm Angst und Schrecken einzuflössen.
Und noch fantastischer ist der Gedanke, dass der unendlich barmherzige und gütige Gott zwei von ihm selbst geschaffenen Wesen wegen eines Apfels in den Hintern tritt und sie quasi vor die Tür setzt.
Und noch einmal falsch, denn der Apfel taucht erst auf späteren Gemälden auf. In der Bibel wird nur von der "Frucht der Erkenntnis" berichtet. Apfelbäume gab es damals und in dieser Region noch gar keine. Wahrscheinlich wird es eine Feige oder eine Dattel gewesen sein.
Eva währe wohl wahrlich besser beraten gewesen, wenn sie auf die "Rohkost" verzichtet hätte und stattdessen die Schlange auf dem Grill geröstet hätte. Einen Lendenschurz hätte sie sich aus der Haut auch noch basteln können...
Spinnen wir aber den Gedanken weiter...
Adam und Eva wurden nun vertrieben, haben von dem Baum der Erkenntnis gegessen und sich vermehrt.
Wie kam dann die weitere Population zustande?
Außerhalb des "Paradieses" gab es ja noch kein Leben, laut Bibel - außer Lilith und den Dämonen.
Geschwister miteinander, Kinder mit Eltern und kreuz und quer...
Die 6,5 Milliarden Menschen auf der Welt sind demnach, laut Bibel, alle verwandt miteinander und durch Inzucht entstanden, einer Situation, die von der Kirchenwelt noch heute verdammt wird, obwohl sie selbst in der Bibel dokumentiert wird und als logische Folge zu diesem Schluss führen muss.
Mir graut vor dem Gedanken, dass ich mit einer meiner "Schwestern" verheiratet sein könnte.
Ist das nicht verboten, heute noch?
Oder sollten wir aufgeklärte Bürger auch da wieder zwischen den Zeilen Lesen - Gleichnisse?
Schlussfolgerung:
Es gab ehemals nur eine Religion, die sich in dem Augenblick spaltete, als die Inzest-Kinder von Adam und Eva sich über den ganzen Erdball verbreiteten und ihre Religion und ihre Götter an die Gegebenheiten ihres aktuellen Lebensraums "anpassten".
Laut Bibel sind demnach alle anderen Religionen als Folge des Auszuges aus dem Paradies zu sehen.
Es ist doch schön, zu wissen, dass wir alle Brüder und Schwestern sind, oder?
Warum bekämpfen wir uns dann ständig und behandeln uns nicht gegenseitig mit der Achtung und der Würde, die man zwischen Familienmitgliedern erwarten sollte?
"Glauben ist nicht Wissen und Wissen ist nicht Glauben"
1.3.3.1 Zwei Bauchnabel zu viel
Gott hat also Adam erschaffen und aus dessen Rippe Eva gestylt. Warum werden dann beide auf Gemälden nahmhafter Künstler und in Zeichnungen in der Bibel mit einem Bauchnabel dargestellt?
Hat sich darüber schon einmal jemand Gedanken gemacht?
Zwei Wesen, die nicht aus einem Mutterleib heraus geboren wurden, können überhaupt keinen Bauchnabel haben - Er wäre total unsinnig!
Haben die Maler nur manipuliert, um die ersten beiden Menschen ästhetischer aussehen zu lassen? Wer kann sich schon einen Menschen OHNE Bauchnabel vorstellen?
Oder geschah das aus Unwissenheit heraus - kopieren ohne vorher das Gehirn einzuschalten?
Und wieder ein paar Seiten, die wir aus diesem Werk entfernen können....
1.3.4 Die 10 Gebote
Gott hat hinter einem brennenden Dornenbusch die zehn Gebote an die Menschheit übergeben.
Vorher herrschte wohl Chaos und Anarchie, oder?
Nun ja, Kain hat seinen Bruder Abel ja auch schließlich aus Mißgunst und Neid erschlagen und die Tat anschließend geleugnet - der erste dokumentierte Mord in der Menschheitsgeschichte.
In Sodom und Gomorrah herrschten Zustände, wie heute in Las Vegas oder auf der Reeperbahn in St. Pauli in Hamburg.
Der Erschaffer der Welt hat sich seinen Zoo so wohl nicht vorgestellt und wollte dem Einhalt gebieten.
Nun gut, Sodom und Gomorrah hat er in einem Flammenmeer vernichtet - aus Zorn oder einfach nur unter Zeitdruck? Es ist bekanntlich wesentlich einfacher etwas zu zerstören als es zu renovieren. Hätte er nicht mit seiner Güte und seiner Weisheit auf die Menschen dieser Städte einwirken sollen, um sie wieder auf den richtigen Weg zu führen?
Hätte er damit nicht bewiesen, dass er ein wahrer Gott ist, dem zu folgen es sich lohnt?
Hat Gott aber leider nicht, sondern er hat uns mit dieser Handlungsweise gezeigt, dass der Krieg und die totale Vernichtung der einfachste und beste Weg ist seinen Willen radikal durchzusetzen.
Kollateralschäden hat er dabei wohl auch einkalkuliert, oder warum verwandelte er sonst Loths Frau in eine Salzsäule, nur weil sie sich umdrehte und mit Entsetzen das Flammeninferno registrierte, dem sie gerade noch mit knapper Not entkommen waren? Wollte er verhindern, dass die Geschöpfe, die er erschaffen hat, sich Gedanken über seine Barmherzigkeit und seine Rechtschaffenheit machten? Wollte er unliebsame Zeugen seines eigenen Verbrechens "mundtot" machen oder nur in seinem Zorn seine überlegene Macht demonstrieren?
Schließlich sollte sein Terrorangriff auf die beiden Städte ja nicht in die Annalen der Geschichte eingehen - es hätte ja seinem Ansehen Schaden zufügen können.
Nun ja, wir Alle sind Gottes Kinder...
Terrorangriffe, Kollateralschäden, Wut und Zorn, fanatische Gläubige?
An was erinnert mich das heutzutage nur? An den 11. September, an die Taliban, Al Khaida oder die ständigen Raketenangriffe auf Israel? An Vernichtungsaufrufe eines großen islamischen Landes gegenüber Israels?
Wie weit sind wir eigentlich von dem zornigen Gott entfernt, der die beiden Städte in Rauch und Flammen aufgehen ließ? Wir haben nichts gelernt...
Oh Gott, was steht uns noch bevor, wenn wir uns auf Dauer den unkontrollierten Gemütsbewegungen eines höheren Wesens und dessen angeblicher Vollstrecker aussetzen müssen?
Gesetze mussten nun her, damit die Bewohner des galaktischen Zoos endlich erkennen würden, was der Herr und Gebieter verlangt und erwartet. Zehn Gesetze langen wohl erst einmal, dachte er.
Doch die zehn Gebote auf "Steintafeln"? War es ein Gott der Steinzeit oder hat er mit überlegenen technischen Mitteln die Erde erschaffen? Warum übergibt er seine Gesetzte auf prüden Steintafeln und hilft der von ihm geschaffenen Menschheit nicht dazu, die Gesetze auch auf etwas bequemere Art und Weise zu lesen und weiterzugeben?
Fakt ist jedoch, dass diese 10 Gebote die Mutter allen Rechtsempfindens in dieser Welt waren. Hätte und würde man sich daran halten, dann könnte man heute auf die Tonnen an Gesetzesbüchern und Texten verzichten, denn diese Zehn Gebote regeln genau das, was ein Leben miteinander und füreinander lebendswürdig macht.
Doch der Mensch musste in seinem irrsinnigen Perfektionsbedürfnis diese zehn Gebote immer weiter zerlegen und detaillieren und erweitern, bis endlich Tonnen an Paragrafen entstanden sind, die keiner mag und keiner versteht.
Hiermit will ich nicht behaupten, dass die 10 Gebote von "Gott" kommen. Jedoch waren sie die einfachsten und verständlichsten Gesetze der Menschheit. Im Laufe der Jahrhunderte wurden sie immer wieder erweitert und so angepasst, dass die jeweilige Obrigkeit ihren bestmöglichen Nutzen daraus ziehen konnte.
Ich, als zukunftsorientierter Mensch, plädiere dazu, dass wir zu diesen "10 Geboten" zurückkehren und der ganzen augenblicklichen Bürokratie erst einmal in den Arsch treten, die sich nur selbst verwaltet und deshalb keine Ressourcen für das Volk frei hat.
1.3.5 Auszug aus Ägypten
Das Volk Israels war geknechtet unter der Herrschaft der Pharaonen.
War wohl so.
Doch um sie aus ihrer Knechtschaft zu befreien hat kein Gott irgendwelche Plagen, an der Zahl 7, geschickt. Laut neuesten Erkenntnissen waren dies nur Verkettungen von Umwelteinflüssen, die ineinander übergegriffen haben.
Das Wasser verfärbte sich rot - Im Nil breiteten sich Rotalgen aus, die alles vergifteten. In Folge dessen starb alles im Wasser oder flüchtete aus diesem, sofern es auch über Lungen atmen konnte. Durch diese Flucht kam Plage Nummer zwei und das hatte eine Kettenreaktion zur Folge, der die Natur nicht gewachsen war.
Wir erleben das ja auch heute noch und immer wieder, tagtäglich, ohne das ein "Gott" dafür verantwortlich zu machen wäre.
Der Pharao konnte einfach angesichts des wirtschaftlichen und ökonomischen Desasters seiner Bevölkerung kein Überleben garantieren und hat deshalb die "Sklaven", die Israeliten zum Teufel gejagt, um seinem eigenen Volk ein Überleben in der Wirtschaftskrise zu ermöglichen. Viele Nahrungskonsumenten weniger angesichts der Plagen, die das Land der Pharaonen in eine wirtschaftliche Notsituation trieben.
Die Geschichte über die Flucht durch das rote Meer und die Teilung der Fluten entstand wohl aus den Schilderungen und Fantasien eines der Beteiligten und durch Überlieferungen, wie wir sie aus dem Kinderspiel "stille Post" kennen. Denn aus heutiger Sicht ist sie nicht nachvollziehbar. War nix mit Tsunami, Ebbe und Flut, alles absolut unmöglich. Solche Naturphänomene gibt und gab es nicht im Roten Meer.
Oder alle Märchen, Legende oder Irrglaube?
1,3.6 Die Sinnflut
Ja, natürlich gab es die Sinnflut, durch die Bewegung der Erdplatten ist ganz einfach das schwarze Meer über das Norm gestiegen und hat alles Land überschwemmt.
Dies ist wissentschaftlich bewiesen. Doch konnte es jemand in der damaligen Zeit voraussehen und einen Katastrophenplan errichten?
Ja, konnte er, denn die Anzeichen einer beginnenden Katastrohe waren offentsichtlich.
Nicht möglich war es jedoch, ein Schiff zu erbauen, in dem von allen Lebewesen der Welt jeweils ein paar Unterschlupf gefunden hätte.
Statisch nicht möglich und absolut unglaubhaft. Oder sind die Dinosaurier ausgestorben weil sie zu groß für die Arche waren?
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